Behausungsnot allerorten

Liebe Nachbarn!

Avuluya platzt aus allen Nähten. Die Emigration stellt uns vor nie gekannte Herausforderungen. Seit Beginn letzten Jahres ist unsere Bevölkerung um über 17 % gewachsen. In keinem unserer acht Distrikte findet sich noch freier Wohnraum. Vielerorts ist man zusammengerückt, hat Möbel beiseite geräumt, Betten hinzugestellt. Die avuluyanische Bevölkerung lebt auf engstem Terrain. Mancherorts teilen sich sechs oder mehr Personen einen einzigen Raum. Gegenwärtig werden öffentliche Gebäude, Schulen, Palast und Burgen als Notunterkünfte hergerichtet. Die neuen Unterkünfte im DET-Park sind mittlerweile überbelegt.

Für dieses Jahr müssen wir erneut mit einem Bevölkerungswachstum von mehr als 10 % rechnen. Es ist unwahrscheinlich, dass alle Neubürgerinnen und Neubürger auf Anhieb eine Bleibe finden werden. Auch Notunterkünfte und rege Bautätigkeit werden das grundsätzliche Problem des Landmangels nicht mehr aufwiegen können. Freie Bauplätze gibt es bereits seit Jahren nicht mehr, Umbautätigkeit und Aufstockungen bestehender Gebäude stoßen an die Grenzen des Vertretbaren.

Ebenso herzlich wie eindringlich möchte ich Sie daher bitten, Haus und Grund mit anderen zu teilen, bis langfristige Lösungen gefunden wurden. Und glauben Sie mir: Sie sind nicht allein, wenn Sie „Willkommen!“ sagen. Laut einer aktuellen Meinungsumfrage der Radio Television Avuluya sind 54 % der Befragten bereit, noch enger zusammenzurücken, um Neubürgerinnen und Neubürgern ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen.

Regierungsrat Peer Ravenstein und der Rat der 7 haben angekündigt, ihre Bemühungen um eine Entspannung der Lage weiter zu intensivieren. Das Krisenmanagement der Regierung bezeichnen 61 % der Befragten als „gut“, doch immerhin 36 % empfinden es als „mangelhaft“. Der Auffassung, die gegenwärtige Herausforderung sei langfristig nur durch Umzug und Erweiterung des Landes zu bewältigen, stimmen 82 % der Befragten zu, nur 14 % halten einen sofortigen Zuzugsstopp für angemessen und notwendig.

Auf den Wert unserer Willkommenskultur werden wir nicht verzichten.

Lüder Sondershaus
Verwaltungsamt Avuluya

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